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Wie stellt der Arzt die Diagnose einer Durchblutungsstörung?

Am Anfang jeder Diagnose steht das ärztliche Gespräch. Aus der Beschreibung des Beschwerdebildes können vielfach bereits wichtige Rückschlüsse auf Durchblutungsstörungen gewonnen werden. Der Arzt wird bei typischen, insbesondere bei belastungsabhängigen Beschwerden immer an eine Durchblutungsstörung der Arterien denken. Allerdings können auch neurologische oder orthopädische Krankheiten oft ähnliche Krankheitszeichen verursachen, wie sie für die Schaufensterkrankheit typisch sind.

Das Tasten der Fußpulse und das Abhören der Arterien mit dem Stethoskop bestätigen häufig schon die Verdachtsdiagnose. Allein durch die sorgfältige Pulstastung und Gefäßuntersuchung mit dem Stethoskop gelingt es in den meisten Fällen, eine arterielle Verschlußkrankheit nachzuweisen und den Ort des Gefäßverschlusses zu bestimmen. Das Tasten der Pulse wird mit dem zweiten, dritten und vierten Finger durchgeführt, da der Daumen die geringste Tastempfindlichkeit aufweist. Sind bei geringem Auflage-druck der Finger keine Pulsationen zu tasten, so sollte der Druck langsam gesteigert werden. So hört man über einer offenen Schlagader auch mit dem besten Stethoskop kein Geräusch. Ist aber eine Einengung in der Schlagader vorhanden, so hört man über dem Gefäß ein pulssynchrones pfeifendes Geräusch. Diese Wirbelbildungen sind in aller Regel gut hörbar, vor allem nach einer Belastung der Gliedmaßen, z.B. nach Zehenstandsübungen oder nach dem Gehen einiger Schritte.

Mit einem speziellen Meßgerät und anhand aufblasbarer Manschetten können die Pulsschwankungen (Oszillogramm) durch das einströmende Blut sichtbar gemacht werden. Durch die verschiedene Positionierung der Pulsmanschetten an beiden Beinen im Bereich der Ober- und Unterschenkel sowie auf dem Fußrücken, läßt sich die Verschlußlokalisation ermitteln (Stufenoszillographie).

Ferner kann der bei Verschlußkrankheit verminderte Blutdruck in den Bein- und Knöchelarterien mittels der sog. Ultraschall- Doppler - Methode dokumentiert werden. Es handelt sich dabei um eine völlig schmerz-und nebenwirkungsfreie Untersuchungsmethode, mit der das Ausmaß einer Durchblutungsstörung genau objektiviert werden kann.


 

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Stand: 28. Mai 2000