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Diese Untersuchung dient dazu,
die Durchblutungsverhältnisse im Bereich der Untersuchungsregion, häufig
Becken-Beingefäße und der Hauptschlagader oder Hals-und Schulter-Armgefäße,
festzustellen; diese Gefäßabschnitte werden mit einem jodhaltigen Röntgenkontrastmittel
dargestellt.
Für diese Untersuchung wird als Gefäßzugang eine Schlagader benötigt. Am häufigsten
wird die Beinschlagader im Bereich der Leistengegend rechts oder links verwendet.
Gelegentlich wird auch die Armschlagader, meist rechts, seltener links, benutzt. Welcher
Gefäßzugang gewählt wird, hängt vom Gefäßzustand, von der Art der Erkrankung und von
der Erfahrung des Untersuchers ab.
Unter örtlicher Betäubung wird entweder die Beinschlagader im Bereich der rechten Leiste
punktiert oder die Armschlagader im Bereich der Ellenbeuge freigelegt. Durch die örtliche
Betäubung ist die Untersuchung in der Regel nicht schmerzhaft. Ein gerinnungshemmendes
Mittel, dessen Wirkung schnell eintritt und über die Untersuchungsdauer anhält, wird in
das Gefäß eingespritzt. Dabei kann es bei Verwendung der Armschlagader zu einem
vorübergehenden Kälte- und dann Hitzegefühl kommen.
Der Katheter (dünner Kunststoffschlauch von 2 bis 3 mm Durchmesser) wird unter
Röntgenkontrolle in die Hauptschlagader und dann in einzelne Gefäße der Bauch-, Becken-
oder Beinregion vorgeführt. Es wird Kontrastmittel in die Gefäße mittels einer
automatischen Druckspritze oder von Hand eingespritzt. Es ist dabei ein bis zu 10 Sekunden
andauerndes Hitzegefühl im gesamten Körper zu spüren, besonders in Becken- und
Beinregion. Auch ein Gefühl des Harndrangs oder Harnabgangs kann man bekommen. Die
Aufnahmen erfolgen über eine Kamera, die an einer bildverarbeitenden Anlage angeschlossen
ist. Mehrere Aufnahmen in verschiedenen Richtungen werden benötigt, um Verengungen von
einzelnen Gefäßen sicher und genau zu beurteilen.
Die Untersuchung kann dadurch verzögert sein, daß sich eine Gefäßverkrampfung
entwickelt hat, vor allem bei kleinen Schlagadern, oder wenn sie erhebliche Krümmungen,
etwa bei langjährigem Bluthochdruck, aufweisen. |