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Rheologische Maßnahmen
Die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes stellt eine weitere Möglichkeit der
Behandlung dar.
Die Fließfähigkeit des Blutes (Blutviskosität) steht in einer direkten Abhängigkeit
zur Strömungsgeschwindigkeit und damit zum Stromzeitvolumen. So nimmt die Blutviskosität
mit sinkender Strömungsgeschwindigkeit deutlich zu, das Blut wird
"zähflüssiger". Ursache ist die "Geldrollenbildung" der roten
Blutkörperchen (Erythrozyten), die dann eine hohe Tendenz zur Verklumpung (Aggregation)
bei normalem Fibrinogenspiegel und niedriger Blutströmungsgeschwindigkeit aufweisen.
Ein Beispiel ist die beschleunigte Blutsenkung bei Infekten und erhöhten
Fibrinogenspiegeln.
Bilden sich Erythrozytenaggregate bei erheblich eingeschränkter Durchblutung, so kommt es
zu einem verstärkten Mißverhältnis von Sauerstoffangebot und Bedarf. Der arterielle
Zustrom ist auf Grund der Schwere der Verschlüsse so weit vermindert, daß keine oder nur
eine geringfügige Steigerung der Durchblutung erfolgt, dann wird das Blut in den
weitgestellten Gefäßen noch langsamer fließen und damit die Aggregatbildung verstärkt.
Es kommt zum Gewebeuntergang und schließlich der sichtbaren Nekrose oder Gangrän. Am
ausgeprägtesten dokumentiert sich diese natürlich im Bereich der "Letzten
Wiese" einer Extremität, also an den Zehen oder Fingern.
Die Senkung der Blutviskosität erfolgt mit Medikamenten vorwiegend über eine
Verminderung der Aggregation der roten Blutkörperchen. |
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